Mutmaßlicher Wahlbetrug in Österreich – eine mathematische Überlegung

Jeder, der an einer Universität Statistik 1 besucht hat, wird sehr rasch eine Grundlage lernen, die selbst Laien leicht zu erklären ist.  "Je größer die Stichprobe, desto kleiner der Zufallsfehler!" ist die Kernaussage jeder wissenschaftlichen Arbeit zum Thema. Dies gilt unverändert auch für Statistik für Soziologen oder Politwissenschaftler.

 

Damit ist gemeint: Will man durch Betrachtung einiger Elemente auf die Eigenschaften einer größeren Menge schließen, wird das Ergebnis immer besser und präziser, je mehr Elemente aus der großen Menge man für die Betrachtung zur Verfügung hat.

 

Oder, ganz einfach erklärt. Du willst beschreiben, aus welchen Früchten sich ein Obstsalat zusammensetzt. Holst du mit einem Teelöffel eine Stichprobe, wirst du aus dem gefundenen Apfelstück nicht viele Aussagen über den Rest treffen können. Es könnten nur Apfelstücke sein, aber auch Trauben, Birnen, Kirschen, Bananen ... Man kann es aus dem einen Stück einfach nicht sagen. Holst du aber mit dem großen Schöpflöffel eine ordentliche Portion aus der Schüssel, dann ist deine Stichprobe in der Zusammensetzung sehr wahrscheinlich ziemlich identisch zur Zusammensetzung des gesamten Obstsalats: Es werden sich darin Anteile aller Elemente des Ganzen befinden. Je größer der Schöpflöffel desto geringer ist die Chance, dass einem auch nur ein relevantes Bestandteil entgeht.

 

Ein gutes Beispiel für die gängige Praxis wären Wahlumfragen, von denen man sehr viele via Neuwal.com nachlesen kann. Hier ist in Österreich zumeist üblich, von 400 Personen (!) auf das Wahlverhalten der Gesamtbevölkerung zu schließen. Die Schwankungsbreite (rechnerisch mögliche Abweichung) wird dabei mit 4.9% angegeben. Bei seltenen Umfragen mit besonders vielen Befragten wie beispielsweise 1.800 Personen, wird die Schwankungsbreite mit 2.3% angegeben. Dies folgt völlig richtig der oben angefügten statistischen Regel.

 

Demnach müsste eine Umfrage mit 10.000 Befragten noch präziser enden und eine Umfrage mit 100.000 weit unter 1% Schwankungsbreite landen - immer vorausgesetzt, dass die Befragten zufällig aus allen Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten augewählt werden.Die Regeln für diese zufällige Auswahl sind natürlichweitaus ausführlicher, würden aber den Rahmen sprengen. Je größer die Stichprobe der Befragten in Relation zum Ganzen ist, desto höher wird aber auch generell die Chance auf eine gute, repräsentative und damit aussagekräftige Verteilung.

 

Kommen wir also zu einer recht bekannten "Umfrage" der letzten Zeit. Sie nennt sich Bundespräsidentenwahl, 2. Wahlgang.

 

Die Gesamtmenge, die zu "untersuchen" war umfasste 4.5 Mio Wähler. Die Stichprobe daraus umfasste nicht 500 Personen sondern rund 740.000 Wahlkartenwähler. Jetzt könnte man rein mathematisch durchaus annehmen, dass die Abweichung der Stichprobe vom großen Ganzen nur minimal sein dürfte. Dazu ist keinerlei ideologische Präferenz nötig, nur Statistik und mathematischer Verstand.

 

„Nein!“, argumentieren die Linken mit ihrer bekannt hohen Eloquenz und ihrer überragend besseren abgebrochenen Matura. Das könne man keineswegs so sagen, weil Wahlkartenwählen so kompliziert wäre. Demnach wären Wahlkartenwähler komplett andere Menschen. 

 

Ich bestreite dies. Von heute auf morgen werden nicht 740.000 Menschen zu grünaffinen vermeintlichen Bildungsbürgern aus den Vierteln der Alternativen, Extraguten und Schönen.

 

Bei diesen Mengen sind vielleicht kleine Abweichungen bei den Wahllartenwählern möglich. Wie bei jeder Wahl zuvor. In der Gegend von 2%. Möglicherweise, vielleicht, aus welchen Gründen auch immer, hätte die Abweichung im Wahlverhalten 5% betragen können. Bereits sehr unwahrscheinlich, aber mag sein.

 

Die Abweichung im Wahlverhalten von 740.000 Menschen im Vergleich zur Gesamtwählerschaft hätte aber, nach dem offiziellen Endergebnis, ganze 14% betragen.

 

Das ist, egal aus welchem ideologischen Wunschdenken heraus man es betrachtet, mathematisch völlig unmöglich.

 

Auch deshalb, aber nicht nur deshalb, gehe ich davon aus, dass bei der Wahl großangelegter, frecher Wahlbetrug begangen wurde.

 

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Kommentare

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  • FreeSpeech (Freitag, 11. November 2016 10:44)

    Na Bravo!
    Und warum erinnert mich das an die Statistiken in Deutschland, wo es immer weniger Arbeitslose gibt?
    Und da wird noch nicht mal geschätzt, sondern "echte" Zahlen vorgelegt. Alles im Dienste von der Regierung mit Lobbyismushintergrund und dem Bestreben möglich Vielen klarzumachen: "Deutschland - Deutschland geht es gut" Dabei müssen mittlerweile 16,5 Mio. mit weniger als 917 Euro im Monat auskommen..