Brexit: Ein Dank an die Briten

Am 23. Juni stimmten 52% der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union, 48% sprachen sich für einen Verbleib aus. Ich möchte mich als Deutscher bei allen Briten bedanken, die den „Independence Day“ möglich gemacht haben.  

 

Zu allererst geht mein Dank an die Wähler, die Optimismus über Pessmismus, Rationalität über Angst und Freiheit über Unterwerfung gestellt haben. Entscheidend war auch der Einsatz all der Aktivisten der verschiedenen Austrittskampagnen, die unermüdlich Reden gehalten, Flugblätter verteilt, an Haustüren geklopft und mit Leuten auf den Straßen und in den Pubs gesprochen haben. Unverzichtbar waren die Leute von Labour Leave, die Linken und die Anti-EU-Gewerkschafter, die besonders Arbeiter überzeugt haben, die konservativen EU-Skeptiker, allen voran Boris Johnson und Michael Gove, die Selbstdenker der Liberaldemokraten, die sich gegen den Mainstream ihrer Partei stellten, die zahlreichen Unternehmer wie James Dyson und Stanley Kalms und nicht zuletzt die vielen Schauspieler und Schauspielerinnen wie John Cleese (Monty Python), Liz Hurley und Joan Collins.  

 

Den größten Dank aber schulden die Briten Nigel Farage und der UKIP, die seit 1993 unermüdlich für dieses Referendum gekämpft hat. Ohne deren Wahlerfolge, die Cameron Angst machten und ihn politisch unter Druck setzten, hätte es diese Volksabstimmung nie gegeben. Die Überzeugungsarbeit von Farage, Carswell, Evans und anderen UKIP-Aktivisten während des Referendums kann nicht hoch genug gewürdigt werden: Sie haben an Debatten teilgenommen, sie sind auf die Straße gegangen und haben besonders einfache Leute - Kleinunternehmer, Arbeiter, Angestellte, Farmer - überzeugt, dass der EU-Austritt die beste Option für Großbritannien ist: Die optimistische, demokratische und vernünftige Option.  

 

All diesen Menschen haben nicht nur die Briten, sondern auch wir Deutschen, die Franzosen, die Dänen, die Niederländer und insbesondere die Griechen, die Italiener, die Zyprioten, die Spanier und die Portugiesen zu danken, die momentan in den Fesseln der EU und des Euro liegen, deren Volksabstimmungen ignoriert wurden, deren Demokratie zerstört wurde und deren Volkswirtschaften unter Massenarbeitslosigkeit, Abwanderung und Rezession leiden. Vor allem für sie ist das Brexit-Votum ein Befreiungsschlag, der zeigt, dass die EU auf demokratische Weise besiegt werden kann.  

 

Lasst uns also hoffen, dass die demokratische Revolution in Großbritannien Menschen in anderen Ländern inspiriert, gegen das antidemokratische und autoritäre EU-Monstrum aufzustehen und der Bestie den letzten Schlag zu versetzen.  

 

Eine genaue Analyse des Referendums, folgt in den nächsten Tagen.

 

 

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