Kesseltreiben gegen Akif Pirincci – jetzt ist Solidarität gefragt 

Nachdem der deutsch-türkische Autor Akif Pirincci bei der Pegida-Jubiliäumsveranstaltung am Montag, dem 19. Oktober 2015 in Dresden eine umstrittene Rede gehalten hat, wird er von allen Seiten attackiert. Von Gregor Gysi und Heiko Maas bis zu Lutz Bachmann und Udo Ulfkotte, von der FAZ bis zur taz steht der Schriftsteller unter Dauerfeuer. Nun haben ihn auch noch mehrere Verlage benachrichtigt, seine neuen Bücher „Umvolkung“ und „Die große Verschwulung“ nicht veröffentlichen zu wollen, auch seine alten Katzenkrimis sollen nicht mehr verlegt werden. 

 

Was war geschehen, dass der Autor wegen einer Rede derart unter Druck geraten konnte? Pirincci hatte in Dresden zur Kritikresistenz der Bundesregierung und deren Verachtung des Volkswillens Folgendes gesagt: „Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn es gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

 

Hierzu meint Pirincci im Interview mit der Jungen Freiheit:

 

Das alles steht auch in „Deutschland von Sinnen“ und in meinen Postings auf Facebook. Die politische Seite hat einfach irgend etwas gesucht, womit sie mich wirklich fertigmachen kann. Und das war halt nun diese KZ-Sache. 

 

Wer das Zitat vollständig liest, weiß ganz genau, was ich gemeint habe. Ich habe überspitzt und satirisch gemeint, dass die Politik am liebsten Asylkritiker ins KZ stecken würde. Das ganze fängt mit einer Analogie zum Nationalsozialismus an, mit der Umvolkung. Dann kommen verschiedene Aussagen, unter anderem die eines CDU-Politikers aus Hessen, der sagt, Asylkritiker sollten Deutschland verlassen, wenn die momentane Situation ihnen nicht passe.

 

Sofort haben viele Medien und Politiker wie Heiko Maas und Gregor Gysi seine Aussage aus dem Kontext gerissen und behauptet, Pirincci habe sich die KZs zurückgewünscht. Es gab bei Pirinccis Rede zweifellos viele dumme Stellen, Verallgemeinerungen über Migranten und Beschimpfungen, die scharf zu kritisieren sind – auch wenn der Autor sie vor allem zur Provokation und Polarisierung nutzt. Aber dies rechtfertigt nicht, Pirinccis Aussagen zu verdrehen, um ihn zu verunglimpfen. 

 

Die Art und Weise wie er jetzt diffamiert und in die Ecke gedrängt wird ist unwürdig. Seine Facebook-Seite ist gesperrt, der Webmaster seiner Seite hat ihn öffentlich bloßgestellt, seine Homepage wurde lahmgelegt und die Verlage nehmen seine Bücher aus dem Sortiment. Keiner läßt es aus, nochmal nachzutreten und dabei mitzumachen, seine Existenz zu zerstören. Damit wird Akif Pirincci das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Publikation seiner Bücher verweigert. Auf totalitäre Weise soll ein unbequemer Autor zum Schweigen gebracht und seine Bücher aus dem Verkehr gezogen werden. Ausdrucksfreiheit, Meinungsvielfalt und offene Diskussion sind die Basis jeder freien Gesellschaft. Wenn ein Autor in der Weise verfemt und mundtot gemacht werden soll, ist das ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit an sich und deshalb muß die Solidarität greifen. Die „Junge Freiheit“ hat es vorgemacht und ihm in einem Interview die Möglichkeit gegeben, Position zu beziehen. In diesem Sinne und obwohl ich viele seiner Positionen sehr kritisch sehe: Solidarität mit Akif Pirincci. 

 

Das vollständige Interview kann auf dem Portal der Jungen Freiheit gelesen werden.

 

 

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Kommentare

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  • Lutz (Montag, 25. April 2016 18:49)

    neues Buch von Pirincci Unvolkung erschidenen!

    www.amazon.de/Umvolkung-Deutschen-still-ausgetauscht-werden/dp/3944422198/