Referendum in Griechenland: Die Demokratie und Souveränität Griechenlands stehen auf dem Spiel

Heute stimmen die Griechen über eine Fortsetzung des Kurses der EU-Diktate und der Finanz"hilfen" ab, den sie seit mittlerweile fünf Jahre ertragen müssen, ohne gefragt zu werden. Im Ergebnis hat diese Politik Griechenland ärmer gemacht, die Schulden erhöht und die Arbeitslosigkeit auf mehr als 25% ansteigen lassen. Griechenland ist heute verelendeter als am Beginn der Krise und das deutsch-griechische Verhältnis ist vergiftet, weil deutsche Steuerzahler für griechische Banken zahlen müssen und deutsche Politiker den Griechen diktieren, wie sie ihren Haushalt zu führen haben.

 

Ein griechisches "nein" zu der Fortsetzung dieses Kurses wäre also eine Entscheidung im Sinne der nüchternen ökonomischen Vernunft, denn Rezepte, die das Land fünf Jahre verarmt haben, werden die Situation in den nächsten fünf Jahren nicht verbessern. Ein "nein" könnte außerdem eine Dynamik auslösen, die zu einem Euro-Austritt, einer Schulden-Streichung und einer Rückkehr zur Drachme führt. Die Griechen müßten dann aus eigener Kraft Reformen durchführen, ihren Staat modernisieren und durch eine abgewertete Drachme Tourismus und Exportwirtschaft ankurbeln. Das wäre nicht einfach, aber es ist die beste Lösung, um endlich aus der Schulden- und Verarmungsspirale herauszukommen.

 

Bei der Frage "Ja oder Nein zum EU-Diktat?" geht es nicht um rechts oder links, liberal oder konservativ. Es geht darum, ob Griechenland ein souveränes, demokratisches Land sein soll, das sich selbst regiert oder eine Kolonie der EU-Troika. Kein griechischer Demokrat und Patriot (egal ob konservativ, liberal oder sozialistisch) kann die EU-Diktatur, den Euro und die von außen aufoktroyierten Brüsseler Wirtschaftsdiktate akzeptieren. Natürlich gibt es auch Befürworter der EU in allen politischen Lagern von links bis rechts, vor allem jene aus den Altparteien ND und PASOK, die das Land erst in die Krise geführt haben. Daß diese Leute die "Ja"-Kampagne leiten, sollte eigentlich viele Griechen abschrecken.

 

Als deutscher Demokrat werde ich mich nicht dem Griechen-Bashing anschließen, sondern an das Erbe der Patrioten und Liberalen aus dem Vormärz erinnern, die im Geiste des Philhellenismus gemeinsam mit ihren griechischen Freunden gegen das undemokratische Metternichsche Europa, gegen die osmanische Besatzung Griechenlands sowie für eine souveräne deutsche und eine unabhängige griechische Republik mit liberalen Verfassungen kämpften. Zu den Philhellenen gehörten u. a. Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Hölderlin. In diesem Sinne müssen sich griechische und deutsche Patrioten die Hände gegen die EU reichen. Nein zum Euro, nein zum Brüsseler Diktat, für ein freies Deutschland und ein freies Griechenland in einem Europa der Vaterländer! Die Griechen haben gegen die Osmanische und nazi-faschistische Besatzung gekämpft, ich kann mir nicht vorstellen, daß sie morgen vor ein paar EU-Bürokraten kapitulieren.

 

Wenn du einen Kommentar hinterlassen, aber deine Mail Adresse nicht angeben möchtest, gib xy@yahoo.com oder dergleichen an.

 

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
Es sind noch keine Einträge vorhanden.