Österreich: Deutschkenntnisse diskriminierend

15. Juli 2012 Weil eine Grazer Tankstellenbetreiberin in einer Stellenausschreibung “Tankstellenmitarbeiter/in mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen und Auto” gesucht hat, bekam sie es mit der Stadtverwaltung zu tun. Die Anzeige würde Einwanderer benachteiligen. Bei Wiederholung drohen bis zu 360 Euro Strafe.

 

Die “Kleine Zeitung” berichtet:

 

Cathrin Rohrbacher versteht die Welt nicht mehr. Die Grazer Tankstellenpächterin hatte per Inserat personelle Verstärkung gesucht. “Tankstellenmitarbeiter/in mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen und Auto” hieß es in der Stellenanzeige. Statt Bewerbungen bekam sie vier Monate später ein Schreiben des Magistrat Graz, Referat für Strafen. Rohrbacher habe “gegen das normierte Gebot der diskriminierungsfreien Stellenausschreibung verstoßen”, heißt es in dem Bescheid mit Verweis auf die Paragrafen 23 und 24 des Gleichbehandlungsgesetzes.

 

 

Der Vorwurf: Die geforderte Sprachkompetenz sei für die konkrete Stelle “überzogen und unangemessen hoch”. Dadurch würden Bewerber mit nicht-deutscher Muttersprache unter Umständen ausgeschlossen werden. “Und das ist seit 2004 verboten”, mahnt Eva Lang, Leiterin der zuständigen Abteilung in der dem Bundeskanzleramt unterstellten Gleichbehandlungsanwaltschaft, gegenüber der Kleinen Zeitung.

 

“Wir haben strenge technische, hygienische und allgemeine Sicherheitsvorschriften”, kontert Rohrbacher und verweist auf eine Ringmappe mit 200 Seiten: “Die muss man verstehen, sonst gefährdet man im Umgang mit Öl, Treib- und Schmierstoffen nicht nur sein eigenes, sondern auch fremdes Leben.” Mit Ausländerfeindlichkeit habe das nichts zu tun.

 

Der Wahnsinn ist offenkundig epidemisch.

 



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Kommentare

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  • grummel (Freitag, 20. März 2015 19:21)

    Blödsinn - wenn ich mich als Flugzeugpilot bewerbe, muss ich auch nachweisen, dass ich die Befähigung dazu habe. Und für die meisten Jobs in Deutschland ist die Beherrschung der deutschen Sprache nun
    mal erforderlich. Jedes Gesetz ist das, was man daraus macht, das gilt ganz besonders für das AGG. Aber in der Regierung sitzen schon zu viele passdeutsche Zecken - das ist das Übel!