Muslime in Österreich wählen ROT!

19. Mai 2012 Die politische Zuneigung der Zuwanderer ist klar verteilt: Die Mehrheit der Migranten aus dem Arbeitermilieu wählt, vor allem wenn es Muslime sind, rot.


ÖVP-Wähler finden sich vor allem im katholischen Milieu von Polen und Kroaten. Spannend für die FPÖ ist die serbische Community. Eingewanderte Akademiker wählen mehrheitlich Grün.

 

Das ist die Ausgangsposition für die Parteistrategen. Die Angaben stammen aus dem jüngst erschienenen 290-Seiten-Band „Muslime in Österreich“, verfasst von den Wiener Universitätsprofessoren Rüdiger Lohlker, Susanne Heine, Richard Potz (Tyrolia-Verlag).

 

Durch die vielen Einbürgerungen der vergangenen Jahre werden Migranten als Zielgruppe wichtiger. Im Vorjahr wurde die österreichische Staatsbürgerschaft 6754 Mal verliehen, wobei vormalige Staatsangehörige der Türkei (17,5 Prozent) knapp vor Ex-Bürgern Bosnien-Herzegowinas (17,4 Prozent) an der Spitze stehen. An dritter und vierter Stelle liegen Serben und Kosovaren. Wirklich eigenartig! Abgesehen, dass die Türken an 3. Stelle bei den Einwanderergruppen stehen (nach Deutsche und Ex-Jugos), und sie zu den Integrationsschwächsten zählen, belegen die Türken, also die Neo-SPÖ-Wähler bei den Einbürgerungen den 1. Platz?


Um die große serbische Gruppe mit meist christlich-orthodoxem Bekenntnis wirbt gezielt FPÖ-Chef Strache. Er hat sich zwar als EU-Kritiker positioniert, verlangt aber lautstark den Beitritt Serbiens: „Im Gegensatz zur Türkei handelt es sich bei Serbien um ein europäisches Land, das im gemeinsamen christlich-abendländischen Kulturkreis verankert ist.“

 

„Die bösen Ausländer sind für Strache die anderen“, erklärt die Grün-Abgeordnete Alev Korun, geboren in Ankara.

 

Als Feindbild müssen Musliminnen und Muslime herhalten. An ihnen wird das Kreuz mit der Integration festgemacht.

 

Das ist freilich keine österreichische Besonderheit. Im französischen Präsidentschaftswahlkampf wurde dem Sozialisten Hollande vorgeworfen, er lasse in 700 Moscheen für sich werben. Der nunmehrige Expräsident Sarkozy versuchte, mit hartem Vorgehen gegen aufsässige islamische Jugendliche rechtsgerichtete Wähler an seine Seite zu ziehen.

 

„Negative Klischees“ prägen laut Korun den Umgang miteinander. Die Medien hätten wegen ihrer „schiefen Bilder“ eine Mitverantwortung: „Bei Moslems denken die meisten nur ans Kopftuch.“ (Was wohl auch unter vielen Muslimas beabsichtigt sein dürfte. Sind vor 10 Jahren soviele junge Türkinnen in Österreich mit dem Kopftuch herum gerannt?)


Umgekehrt definieren sich viele Muslime über ihre Religion. „Gerade für Einwanderer bietet sich die Religion als geeignete Garantin zur Erhaltung einer gefährdeten Identität an, was für muslimische Migranten besonders gelten dürfte“ (zit.: „Islam in Österreich“).

 

Dass die FPÖ die Islam-Kritik in den kommenden Wahlkämpfen mit der Integration verknüpft, kann man annehmen.

 

Die ÖVP versuchte eine Zeitlang, die FPÖ rechts zu überholen. Unter Günther Platter und Maria Fekter begriff das Innenministerium die Integration fast nur als Sicherheitsthema. Demonstrative Härte war angesagt. Der Kurs wurde von Spindelegger geändert. Er verordnete einen positiven Zugang („Wir müssen die besten Köpfe für Österreich gewinnen“).

 

Ministerin Mikl-Leitner und Staatssekretär Kurz vollziehen die neue Linie vergleichsweise sanft. (Daher schweigen beide auch zum EUGH-Urteil bzgl. türkischen Familiennachzug!)


Das größte Potenzial unter den Zuwanderern sieht die SPÖ. Ihre Galionsfigur ist der Wiener Gemeinderat Omar Al-Rawi. Seine Kommentare zum Nahostkonflikt sind unter Fachleuten umstritten (Er ist ein Muslimbruder!). Aber der Zielgruppe gefallen sie.

 

Quelle: klick!



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