IS ruft "totalen Krieg" gegen alle Europäer aus

07.10.2016 Jeder kann zum "erfolgreichen" Gotteskrieger werden. Weder eine militärische Ausbildung noch der Besitz einer Schusswaffe sind dafür nötig. Diese erschreckende Botschaft verbreitet die Terrormiliz Islamischer Staat derzeit in der neuesten Ausgabe ihres Magazins "Rom". Demnach sollen künftige Dschihadisten einfach zu einem Messer greifen, um ein Massaker anzurichten. Experten orten eine "totale Kriegserklärung" des IS.

 

Die Ausgabe "Rom 2" wurde über soziale Netzwerke und Google Drive in Deutsch, Englisch, Türkisch, Französisch, Indonesisch, Russisch, Arabisch und Uigurisch veröffentlicht. Wie "PJ Media" berichtet, betone der IS mit dieser Ausgabe, dass künftige IS- Krieger keine militärische Ausbildung nötig hätten. Jeder, der ein Messer besitze, könne demnach im Sinne des IS einen Terroranschlag verüben - in kleinen Gassen, im Wald oder auch am Strand.

 

In dem Artikel wird zwar darauf hingewiesen, dass viele Menschen bei "dem Gedanken, einer anderen Person einen scharfen Gegenstand ins Fleisch zu stechen", zimperlich seien - dies sei aber keine Entschuldigung, um den Dschihad zu verlassen.

 

IS rät von Küchenmessern ab

 

Als Vorteil einer Messerattacke führen die Autoren an, dass man die Waffe nach der Tat leicht entsorgen könne, aber ebenso schnell eine neue Stichwaffe erwerben könne. Lediglich von der Verwendung simpler Küchenmesser rät der IS in dem Artikel ab: Deren Struktur würde sich nicht für die "energische" Anwendung bei einem Attentat eignen ...

 

"Jeder steht jetzt im Zielspektrum"

 

Thomas Tartsch, Berater der Initiative Liberaler Muslime in Österreich, versteht die aktuellste Ausgabe des IS- Magazins als "totale Kriegserklärung". So würde aus den Artikeln des 38 Seiten umfassenden Magazins hervorgehen, dass IS- Krieger nun alle Menschen, die der Ideologie nicht folgen, töten sollten. Es sei dabei egal, ob es sich um Muslime oder Nicht- Muslime handle. "Jeder steht jetzt im Zielspektrum", so der Experte. Einen Fokus lege der IS aber auf Westeuropa und Nordamerika.

 

Ursprünglich erschienen auf: krone.at

 

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