Sensation perfekt: Trump wird nächster US- Präsident

09.11.2016 Die Sensation bei den US- Präsidentschaftswahlen ist perfekt: Donald Trump schlägt Hillary Clinton und zieht ins Weiße Haus ein. Der Milliardär holte vor allem in den besonders hart umkämpften "Swing States" entscheidende Stimmen, die ihm im Endeffekt zum Sieg verholfen haben. Die notwendige Hürde von 270 Wahlleuten hat Trump unerwartet deutlich übersprungen. Die packende US- Wahlnacht im Überblick:

 

  • 11.18 Uhr: Der deutsche Außenminister Frank- Walter Steinmeier schlägt angesichts des überraschenden Wahlausgangs ein Sondertreffen der EU- Außenminister vor. Die Sitzung solle am Sonntagabend in Luxemburg stattfinden, heißt es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die amerikanische Außenpolitik für uns weniger vorhersehbar wird", warnt Steinmeier.

 

  • 11.14 Uhr: Ein erstes kurzes Statement von Noch- Präsident Barack Obama: Er gratuliert Trump und teilt mit, er wolle den Wahlsieger am Donnerstag treffen.

 

  • 11.05 Uhr: Die österreichischen Hofburg- Wahlkämpfer melden sich zu Wort. FPÖ- Kandidat Norbert Hofer gratuliert Trump und zeigt sich "überzeugt, dass wir die guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Ländern weiter gut ausbauen". An seinem eigenen Wahlkampf wolle er "gar nichts" ändern. Sein Kontrahent, Ex- Grünen- Chef Alexander Van der Bellen, sieht einen "Weckruf für Österreich", den er so interpretiert, hierzulande stärker das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen und einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.

 

  • 10.32 Uhr: Bundeskanzler Christian Kern kommentiert Trumps Sieg vorerst trocken: "Wahlergebnisse lügen nicht", sagt er am Rande der Nationalratssitzung im Parlament. Seine Lehre: Für kommende Wahlen in Europa werde man sich wohl "heftige Auseinandersetzungen um die Mittelschicht" liefern müssen.

 

  • 10.17 Uhr: Die EU- Spitzen laden Trump zu einem EU- US- Gipfel. "Heute ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken", so Kommissionschef Jean- Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk in einem gemeinsamen Brief. An Trump ergeht die Einladung, nach Europa zu kommen, "so bald es Ihnen möglich ist". Dabei soll die Richtung der gemeinsamen Beziehungen für die kommenden Jahre abgesteckt werden.

 

  • 10.06 Uhr: Die ersten Reaktionen aus Österreich: Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) spricht von einem "Deja- vu wie beim Brexit- Votum" und sagt, er erwarte sich durch nun eine gewisse Phase der Verunsicherung. FPÖ- Chef Heinz- Christian Strache gratuliert Trump via Facebook: "Die politische Linke und das abgehobene Establishment wird Zug um Zug vom Wähler abgestraft", schreibt er. "Gut so, denn das Recht geht vom Volk aus." SPÖ- Frauenministerin Sabine Oberhauser wiederum zeigt sich auf Facebook "erschüttert" und "fassungslos", NEOS- Chef Matthias Strolz postet auf Twitter: "What the Fuck!? kopftisch." ÖVP- Klubobmann Reinhold Lopatka macht aus seiner Begeisterung dagegen wenig Hehl: "Make America great again."
    Mit dieser Ansage und dem Versprechen einer rigiden Zuwanderungspolitik gewinnt Trump battleground states!

 

  • 10.02 Uhr: Laut CNN liegt Trump mittlerweile bei 289 Wahlleuten. 270 wären für einen Sieg notwendig gewesen, damit fällt der Sieg des Milliardärs bei Ausstehen von weiterhin drei nicht komplett ausgezählten Bundesstaaten klar und deutlich aus.

 

  • 9.56 Uhr: Ein Trump- Fan der ersten Stunde gratuliert per Telegramm: Russlands Präsident Wladimir Putin drückt seine Hoffnung aus, dass man in internationalen Fragen zusammenarbeiten werde. Er erwarte einen "Dialog, der den Interessen beider Länder dient", berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA.

 

  • 9.37 Uhr: Eine erste offizielle Reaktion der EU: Parlamentspräsident Martin Schulz spricht von einem "unzweideutigen Sieg" Trumps, der respektiert werden müsse. "Ich gratuliere ihm und der Republikanischen Partei zum Sieg", so Schulz.

 

  • 9.32 Uhr: Weltweit sind die Börsen auf Talfahrt. Nach Einbrüchen in Japan oder Deutschland  eröffnet auch der Wiener Aktienhandel klar tiefer: Der ATX verbucht ein Minus von 2,1 Prozent.

 

  • 9.28 Uhr: Das Empire State Building in New York erstrahlt in den Parteifarben der siegreichen Republikaner.

 

  • 9.00 Uhr: In seiner ersten Rede als designierter US- Präsident gibt sich Trump streichelweich. Er wolle "Präsident aller Amerikaner" sein, sagt er in New York. Denjenigen, die nicht für ihn gestimmt hätten, wolle er die Hand reichen und mit ihnen zusammenarbeiten. Nun müsse die Arbeit beginnen, die USA und den "amerikanischen Traum zu erneuern". Die Wunden des Wahlkampfs müssten geheilt werden.

 

  • 8.50 Uhr: "Ich habe gerade einen Anruf von Clinton bekommen. Sie hat uns zum Sieg gratuliert, und ich habe ihr zu einem sehr, sehr harten Kampf gratuliert", sagt Trump vor der jubelnden Menge in der republikanischen Parteizentrale. Er gibt sich versöhnlich: "Es ist Zeit für uns, zusammenzukommen als ein geeintes Volk."

 

  • 8.48 Uhr: Erste Gratulationen aus Europa treffen ein. Nach der französischen Front- National- Chefin Marine Le Pen zeigt sich auch Ungarns Premier Viktor Orban vom Ausgang der US- Wahl angetan: "Was für großartige Neuigkeiten. Die Demokratie lebt noch", schreibt er auf Facebook.

 

  • 8.45 Uhr: "Das ist eine historische Nacht", sagt der designierte Trump- Vize Mike Pence vor jubelnden Anhängern. Die Fans des siegreichen Kandidaten skandieren lautstark "USA, USA!".

 

  • 8.40 Uhr: Laut CNN hat Clinton ihre Niederlage eingestanden. Sie habe bereits mit Trump telefoniert.

 

  • 8.34 Uhr: Die Nachrichtenagentur AP meldet: Donald Trump hat die Wahl gewonnen. Ihm sei es gelungen, die notwendigen 270 Wahlleute- Stimmen zu sammeln.

 

  • 8.03 Uhr: Wahlkampfleiter von Clinton gibt noch nicht auf
    Der Wahlkampfleiter der demokratischen Kampagne, John Podesta, spricht gerade zu den Clinton- Anhängern. Noch wollen die Demokraten jedenfalls nicht von einer Niederlage sprechen. "Es war schon eine lange Nacht, wir können auch noch etwas länger warten." Hillary Clinton selbst wird heute nicht zu ihren Anhängern sprechen. Kommentatoren auf CNN sprechen von einem "katastrophalen Zeichen".

 

  • 7.50 Uhr: Michigan, Wisconsin oder Arizona könnten Trump zum Sieg verhelfen
    Wenn nur einer der drei Staaten an den Republikaner fällt, dann ist er gewählter US- Präsident. Denn alle drei würden mehr als drei Wahlmänner zusichern.

 

  • 7.44 Uhr: Auch PENNSYLVANIA an Trump - noch drei Stimmen zum Sieg!
    267 Wahlmänner hat der Republikaner bereits, 270 sind wie gesagt für einen Einzug ins Weiße Haus nötig.

 

  • 7.41 Uhr: Trump gewinnt ALASKA
    Damit versammelt er bereits 247 Wahlmänner. Zum Sieg fehlt nicht mehr viel.

 

  • 7.34 Uhr: Marine Le Pen gratuliert bereits "US- Präsident Donald Trump"
    Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat auf Twitter bereits dem neuen "US- Präsidenten Donald Trump" gratuliert.

 

  • 7.20 Uhr: Auch der US- Senat bleibt in der Hand der Republikaner
    Nicht nur das Repräsentantenhaus, auch der Senat bleibt in der Hand der Republikaner.

 

 

  • 7.09 Uhr: Trump holt sich auch UTAH, 244 Wahlmänner schlagen nun bereits für den Republikaner zu Buche.

 

  • 6.54 Uhr: Trump bereits mit einem Fuß im Weißen Haus.

 

Ursprünglich erschienen auf: Krone.at

 

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