CDU-Frau geht auf Grünen-Chefin los: „Flüchtling ist kein Beruf“

16.01.2017 Mehr als die Hälfte der Deutschen fühlt sich nicht sicher im eigenen Land. Wie umgehen mit kriminellen Zuwanderern? Es gibt drei Möglichkeiten bei „Anne Will“: Cool sein wie SPD-Mann Olaf Scholz, sich ereifern wie Edmund Stoiber oder unfähig sein wie Simone Peter.

 

Es gibt eine These im Management, sie ist fast 50 Jahre alt, und sie heißt: Peter-Prinzip. Diese Erkenntnis besagt, dass „einer so lange befördert wird, bis er das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat“. Dieses Prinzip, es hätte auch nach Grünen-Chefin Simone Peter benannt werden können.

 

Abschieben, und zwar konsequent  

 

Immer wieder wurde Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der SPD genannt. Der Mann ist klug, schlagfertig und vorzeigbar. Leider kennt ihn kein Mensch, also kein Wähler außerhalb Hamburgs. Schade, jetzt muss also wieder „Siggi-Pop“ Gabriel als Kanzlerkandidat ran. Olaf Scholz zeigt bei „Anne Will“, dass er als politischer Realo auf der Höhe der Zeit ist. „Mehr Polizei führt zu mehr Sicherheit“, bekräftigt der Erste Bürgermeister Hamburgs. Nicht neu, aber dennoch deutlich in Zeiten, in denen sich laut aktuellen Umfragen mehr als 50 Prozent der Deutschen nicht sicher im eigenen Land fühlen. Er will zudem „Gesetzeslücken schließen“, weil viele Menschen, die abzuschieben seien, wegen fehlender Papiere eben doch in Deutschland verblieben. Zu Unrecht. Der Fall des Attentäters Anis Amri zeigt, wie zwingend konsequentes Handeln ist.

Der starke Staat und der unbeliebte „Bulle“

 

Edmund Stoiber, früherer Ministerpräsident Bayerns, sieht, dass es Vorbehalte – aus historischen Gründen - gab gegen „den starken Staat“, bis der Terror in Deutschland ankam. Der Polizist wurde früher als „Bulle“ beschimpft, die innere Sicherheit eher belächelt. Da kann sich der CSU-Mann so richtig aufregen, und das tut er dann auch. Er kann sich vorstellen, die Bundeswehr im Sinne der inneren Sicherheit einzusetzen. Das Problem ist, dass Stoiber so sehr im Aufrege-Modus ist, dass man seinen eigentlich guten Gedanken nur schwer zu folgen vermag. Auch der schlichte Satz, dass Simone Peter „an der Bevölkerung vorbeiredet“, geht da leider unter.

 

Beamte der CDU und Befriedigung sexueller Bedürfnisse  

 

Frau Peter hat zuletzt selbst in ihrer eigenen Partei der Grünen Aufruhr erzeugt, weil sie meinte, dass die Kölner Polizei in der Silvesternacht bei der Kontrolle zu fokussiert auf Nordafrikaner abzielte. Bei „Anne Will“ versucht sie den Dreh. Sieht sie also „die Polizei kaputtgespart“, also „die Beamten der CDU, äh, Polizei“. Videoüberwachung bringe im Übrigen nichts. Auch von Fußfesseln für Gefährder hält sie nichts. Und natürlich müssten Polizeieinsätze grundsätzlich hinterfragt werden. Falls es jemand vergessen haben sollte. Gerade haben die Grünen sich dafür eingesetzt, dass der Staat für die Befriedigung sexueller Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und Behinderten bezahlt. Sicher eine gute Sache. Nur, dass potenzielle Terroristen sich schlapplachen dürften über dieses komische deutsche Land.

 

Gesetze und Schwule

 

Frau Peter will „endlich Aufklärung“ und keine „Symbolpolitik“. Es sei besser, „Gesetze anzuwenden, als neue zu beschließen“. Zudem würden in vielen Ländern, in die abgeschoben werden solle, „die Menschen verfolgt“. Und, Achtung, auch in Berlin-Wedding „werden Schwule verkloppt“. Was sagt uns das jetzt? Außer, „dass einer so lange befördert wird, bis er das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat“.

 

Nicht genug Redezeit für die Grüne

 

Der Journalistin Düzen Tekkal reicht es an diesem Punkt auch. „Flüchtling ist kein Beruf“, sagt die TV-Autorin, die sich politisch in der CDU engagiert. Frau Peter-Prinzip schlägt hilflos zurück. „Ich hatte nicht mal die Hälfte der Redezeit von ihr“, beschwert sie sich beleidigt bei Moderatorin Anne Will.

 

Cool in Hamburg

 

Bleibt Herr Scholz. Aufgeregt sei diese Runde gewesen, meint Anne Will. Nö, sagt SPD-Mann Olaf Scholz. „Ich bin cool.“ Recht hat er. Und das ist gut so.

 
 

 

 

Ursprünglich erschienen auf: focus.de

 

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