100.000 Euro für das Aufdecken von „Fake News“

04.04.2017 Das deutsche Recherchebüro Correctiv erhält gut 100.000 Euro Stiftungsgeld für das Enttarnen von sogenannten „Fake News“. Die finanzielle Unterstützung kommt von den Society Foundations des US-Investors und Milliardärs George Soros.

 

Correctiv werde sich bei der Suche nach gezielten Falschnachrichten auf Facebook konzentrieren, sich aber nicht darauf beschränken, sagte Correctiv-Geschäftsführer David Schraven heute. Zuvor hatte der Branchendienst turi2 darüber berichtet.

 

„Fake News“ sollen dann willkürlich mit einem Hinweis wie „Diese Nachricht wird von Factcheckern angezweifelt“ gekennzeichnet werden. Außerdem wolle Correctiv nicht nur auf einzelne gefälschte Nachrichten aufmerksam machen, sondern das System erklären, wie sie zustande kommen.

Facebook kündigt Zusammenarbeit an

 

Der genaue Starttermin stehe noch nicht fest, sagte Schraven. „Wir hoffen aber, dass es bald losgeht.“ Bisher kümmern sich drei Mitarbeiter um das Thema Factchecking. Zwei weitere sollen dazu kommen, unter anderem Karolin Schwarz, Mitbegründerin von Hoaxmap, einer Website zu Gerüchten über angebliche Verbrechen von Flüchtlingen.

Die gut 100.000 Euro von den Society Foundations reichten nur bis Ende des Jahres. „Danach muss man sehen, wie es weitergeht“, sagte Schraven. Facebook hatte angekündigt, härter gegen die Verbreitung gefälschter Nachrichten vorzugehen und dafür mit Correctiv zusammenzuarbeiten. Correctiv erhält von Facebook kein Geld dafür.

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