Wien: 55,5 Prozent mehr Sex- Übergriffe

07.03.2017 Gewalt- und Sexualdelikte gehören in Wien mittlerweile zum Alltag. Während Wohnungseinbrüche und Kfz- Diebstähle 2016 abermals gesunken sind, verzeichnete die Wiener Polizei bei sexueller Belästigung mit 655 Fällen einen Anstieg um alarmierende 55,5 Prozent. Als Grund führt die Polizei den vermehrten Zuzug von Fremden an, berichtet die Krone.

 

Waren in der Gesamtstatistik 2007 "nur" 37 Prozent fremde Tatverdächtige, ist es 2016 mit rund 51 Prozent bereits jeder Zweite. Ein starkes Plus von 55,5 Prozent gab es bei Anzeigen wegen sexueller Belästigung und öffentlich geschlechtlichen Handlungen. Das sei darauf zurückzuführen, dass der entsprechende Paragraf 218 StGB Anfang des Vorjahres ausgeweitet wurde, erläuterte der Leiter des Landeskriminalamts Wien, Josef Kerbl. So sind seit 1. Jänner 2016 auch "körperliche Belästigungen im Bereich der sexuellen Sphäre" - Stichwort "Po- Grapschen" - strafbar. Außerdem gebe es einen "Zusammenhang mit dem Zuzug von Fremden". Insbesondere bei Asylwerbern gab es einen Anstieg von 45 Prozent. In gewissen Kommunen gäbe es viel Aufklärungsbedarf durch andere Wertvorstellungen, hieß es. Zur Verhinderung von Bandenkriminalität soll es 2017 verstärkte Polizeipräsenz im öffentlichen Raum geben.

Rund 45 Gewalttaten pro Tag wurden 2016 in Wien gemeldet. Von den insgesamt 16.618 Fällen betrafen 14.435 leichte Körperverletzungen. Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen stieg um 8,5 Prozent auf 343 Taten.

LPD Wien Quelle: LPD Wien

537.792 Anzeigen in Österreich

 

Insgesamt ist die Aufklärungsquote der Polizei in Österreich angestiegen - und betrug 2016 knapp 46 Prozent, wie Innenminister Wolfgang Sobotka bei einer Pressekonferenz erklärte. Die Zahl der Anzeigen stieg jedoch im Vergleich zum Jahr davor - insgesamt waren es 537.792, während es 2015 noch 517.870 gewesen waren.  Besonders alarmierend: Die Zahl der angezeigten Asylwerber stieg frappant - und zwar um 54 Prozent!

 

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