Hofer: Kerns Drohungen gegen Ungarn beschämen Österreich

30.07.2017 FPÖ-Kandidat Norbert Hofer attackiert Bundeskanzler Christian Kern nach dessen Drohungen gegenüber Ungarn. Die „wenig sachlich vorgetragene Kritik“ beschäme die Tradition Österreichs, so Hofer am Samstag in einer Aussendung, berichtet info-direkt.eu.

 

Der Dritte Präsident des Nationalrates Norbert Hofer (FPÖ) kritisierte die „diplomatischen Gepflogenheiten“ von Kanzler Christian Kern (SPÖ). Die „wenig sachlich vorgetragene Kritik“ an Ungarn samt der gleichzeitigen Androhung der Kürzungen von EU-Mitteln gleiche „dem sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen“. Zudem beschäme es die Tradition Österreichs, „sich in der Welt Freunde und nicht Feinde zu machen“.

„Ich habe den Eindruck, dass diplomatische Gepflogenheiten bei jenen Politikern, die in zu hohem Maße auf Marketing setzen, in den Hintergrund geraten sind. Außenpolitik ist ein glattes Parkett und wenn man darauf ausgleitet, dann schadet das unserer Republik, unserer Wirtschaft und unseren Arbeitsplätzen“, so Hofer in einer Aussendung.

 

Verstärkte Kooperation mit China

 

Der Dritte Nationalratspräsident will sich zudem in der neuen Legislaturperiode für „eine grundlegende Änderung der außenpolitischen Positionierung Österreichs“ einsetzen. Dazu kündigte Hofer im Falle einer Regierungsbeteiligung der FPÖ eine „strenge Äquidistanz zu den USA und Russland“ sowie eine „verstärkte Kooperation mit China“ an.

Schwerpunkt Mitteleuropa

 

Der FPÖ-Kandidat sieht die EU in einer „veritablen Krise“, die überwunden werden könne, „wenn wir uns auf das subsidiäre Prinzip und das Einhalten unserer Verträge konzentrieren“. Wenn es nach Hofer geht, solle sich Österreich außerdem mit anderen mitteleuropäischen Ländern einer Gruppe „ähnlich den Benelux-Staaten“ beitreten und „aktiv an deren Entstehen arbeiten.“

 

„Diese Kooperation soll das Gewicht der Länder Mitteleuropas in der EU stärken und sich dafür einsetzen, eine subsidiäre, wirtschaftlich starke und demokratisch gereifte Europäische Union zu bilden“, so Hofer abschließend.

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