Umfrage: Klare Mehrheit für Muslim- Bann

11.02.2017 Der renommierte britische Thinktank Chatham House führte eine Umfrage unter 10.000 Europäern durch und diese ergab wenig überraschend, dass sich eine klare Mehrheit für einen sofortigen und konsequenten Zuwanderungsstopp aus muslimischen Ländern - nach dem Vorbild Donald Trumps - ausspricht. Nach Polen (71 Prozent) war die Zustimmung für einen Einreisestopp in Österreich mit 65 Prozent am zweithöchsten.  

 

Unter dem Titel "Jede weitere Zuwanderung aus mehrheitlich muslimischen Ländern sollte gestoppt werden." fand die Umfrage in zehn europäischen Ländern statt. Insgesamt 55 Prozent der rund 10.000 Befragten stimmten dieser Aussage zu. Nur 20 Prozent widersprachen, 25 Prozent wollten sich weder positiv noch negativ dazu äußern. (Siehe Grafik)

Klare Mehrheit für Muslim Bann Befragte Länder und die Auswertung (Zum vergrößern anklicken)

Umfrageergebnisse geben Trump recht  

 

In ihrer Stellungnahme zur Umfrage bezeichnet Chatham House die Ergebnisse als "bemerkenswert". Parallelen sehen die Autoren Matthew Goodwin (Politik- Professor an der University of Kent), Thomas Raines von Chatham House und David Cutts (Politikprofesser an der University of Birmingham) im politischen Klima der Länder mit einer hohen Zustimmungsrate. In den Ländern mit besonders hohen Werten hätten sich rechte Parteien als politische Kraft etabliert, so die Wissenschaftler.

 

Am Mittwoch twitterte US-Präsident Donald Trump, dass eine Mehrheit in der EU den "Trump- Style- Ban" unterstützen würden, die Ergebnisse der Umfrage gaben ihm nun recht.

Trump erwägt neuen Erlass zum Einreise- Verbot

 

Trump erwägt unterdessen nach der gerichtlichen Aufhebung seines Einreisestopps für Muslime, ein neues Dekret zu erlassen. Bereits am Montag oder Dienstag könnte dieses in Kraft treten, sagte Trump am Freitag zu Reportern an Bord der Air Force One. Trumps Stabschef Reince Priebus erklärte darüber hinaus, ein Berufungsantrag beim Supreme Court sei möglich.

 

Weiter sagte Trump, es werde nun über eine "brandneue Order" nachgedacht. Zugleich zeigte er sich sicher, in dem Rechtsstreit die Oberhand zu behalten. "Wir werden diese Schlacht gewinnen", sagte der Republikaner. Aus Gründen der Sicherheit sei zwar Schnelligkeit nötig, doch benötige dies die gesetzlich vorgegebene Zeit.

 

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