“Rechtsextremismus-Experten” als Spezialeinheit für Propaganda

02.04.2018 Die Sozialdemokratie legt einen strengen Maßstab bei jenen an, die sie als politische Gegner ausgemacht hat. Inflationär werden Zuschreibungen wie „antisemitisch“, „rechtsextrem“, „neonazistisch“ oder „faschistisch“ vergeben. Gestützt werden diese Zuschreibungen oft auf die pseudowissenschaftlichen Blogbeiträge und Aufsätze oder Handbücher parteinaher Vereine und angeblicher „Experten“, berichtet info-direkt.eu.

 

Die nötige Objektivität und emotionale Distanz zum Beobachtungsobjekt lassen diese „Experten“ zumeist gänzlich vermissen. Nicht selten kommen sie selbst aus eingeschworenen sozialistischen oder anarchistischen Kadern.

Wissenschaftlichkeit als Tarnanstrich

 

Die angeblichen „Experten“ von DÖW bis Mauthausen-Komitee sind keine unabhängige Instanz, sondern Gegner ihres „rechten“ Beobachtungsobjekts. Sie sind die Spezialeinheit einer Konfliktpartei in der politischen Auseinandersetzung. Mehr oder weniger geschickt wird von ihnen eine systematische Gleichsetzung von „patriotisch=rechts=rechtsextrem=nazistisch=Genozid“ betrieben. Das dabei (teilweise) bei Publikationen auf eine gewisse Methodik und eine wissenschaftlich klingende Ausdrucksweise achtgegeben wird, ist Teil der inneren Logik politischer Propaganda. Nur schlechte politische Propaganda ist auf den ersten Blick als solche zu erkennen; sie muss folglich entsprechend getarnt werden. In der halbprivaten Rechtsextremismusforschung ist der Anstrich wissenschaftlicher Auseinandersetzung ebendiese Tarnung.

 

Einseitige Suche nach Flöhen

 

Eine weitere Hauptregel politischer Propaganda besagt, dass die Flöhe immer nur im Pelz des Gegners, aber nie im eigenen gesucht und gefunden werden dürfen. Auf eine ernstgemeinte und fundamentale Kritik der „Experten“ an totalitären Strukturen abseits des Dritten Lagers wird man deshalb wahrscheinlich vergeblich warten müssen. Nur in wenigen Fällen wird – als Feigenblatt – der religiöse Fundamentalismus als Randbemerkung mitbehandelt. Schon die Herangehensweise und Quellenwahl ist zumeist derart einengend, dass das Ergebnis eigentlich bereits vorweggenommen ist.

Faschistische Methoden

 

Betrachtet man die Vorfälle im Vorfeld und Nachgang der niederösterreichischen Landtagswahl wird zudem deutlich, wie sich Journalisten, „Experten“ und Politiker wechselseitig in ihrer Wirkung verstärken und so einen Skandal erzeugen bzw. steigern können. Es bedarf dazu keiner Verschwörung im Hintergrund, die bewusst steuert. Jeder kennt seinen Platz selbst, weiß welche Rolle er zu spielen und wo er den politischen Gegner zu finden hat. Die meisten der handelnden Akteure leisten ihren Beitrag im guten Glauben das Richtige zu tun. Man fühlt sich als tapferer Kämpfer gegen den angeblich aufkeimenden Faschismus und wird dabei selbst zu dem, was man verhindern möchte.

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